Die ERP-Zukunft von gestern ist die heutige Realität

Möglichkeiten, die gestern noch als Zukunftsmusik galten, sind heute handfeste Realität. Seit den 2000er Jahren gibt es seitens der Industrie ein unbändiges Verlangen nach mehr ERP-Lösungen bzw. Erweiterungen. Darunter fielen vor allem die Bereiche Customer Relation Management (CRM), Human Capital Management (HCM), Supplier Relationship Management (SRM) und Travel Management. Das Verlangen nach einem schnellen Innovationszyklus war und ist riesig.

Am Beispiel des CRM lässt sich der Wandel von ERP gut erklären. Der Verkäufer des 21. Jahrhunderts ist eine hochsoziale, kollaborative und vernetzte Person, die in der Lage ist, Kundenbeziehungen umfassend zu managen. Heute kommt es darauf an, möglichst alle Kundeninformationen zu sammeln, zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Mittels ERP-Technologie können Kundenbedürfnisse und Kundenwünsche computerunterstützt ermittelt werden. Durch die enorm gesteigerte Rechenkapazität der Computer können riesige Kundendatensätze in kürzester Zeit analysiert werden, wofür Sie sonst wochenlang konzentrierte Arbeit investieren müssten. Verkäufer, die diese Technologien nicht nutzen werden zukünftig immer mehr Schwierigkeiten haben am Markt zu bestehen.

Die Geschichte von ERP

Seit den 80er Jahren haben Unternehmen wie SAP (Systeme, Anwendungen und Produkte) erfolgreich Markttrends geschaffen und unzähligen Unternehmen damit geholfen die Effektivität deutlich zu steigern. Mit der Zeit wollten auch kleine und mittlere Unternehmen von ERP Software profitieren. Branchenlösungen und ERP für KMU entwickelten sich. Daran wird ein allgemeingültiger Trend deutlich – mit fortschreitendem technologischen Fortschritt verkürzt sich die Zeit, bis die nächste Innovation vor der Tür steht. Die Errungenschaften, die durch computergestützte Systeme entstanden sind, wurden zum Status quo der nächsten Industriegeneration. Mitte des letzten Jahrhunderts war die Lebenserwartung eines Unternehmens fast unbegrenzt. In der heutigen Zeit mit ihren rasanten Wendungen schrumpfen die Lebenserwartungen von Unternehmen auf dem Fortune-500-Index von 75 Jahren auf 15 Jahre, wie Steven Dennung (Forbes Magazin) berichtete. Noch beeindruckender ist die Tatsache, dass vier ehemalige Start-ups (Facebook, Uber, Airbnb, Alibaba.com) ca. 60 Prozent der Marktkapitalisierung des Deutschen Aktienindexes entsprechen. Erfolgshungrige Unternehmer mit schnellen Innovationen stören etablierte Märkte und stellen altbewährte Konzepte infrage. Dabei stehen nicht immer bessere Produkte im Vordergrund, sondern häufig ein zufriedenstellender Kundenservice. Der Patent-Kommissar Charles Holland Duell sagte bereits im Jahre 1899, dass alles, was erfunden werden kann, bereits erfunden wurde. Wie falsch er damit lag, zeigt der heutige Stand der Dinge. Weiterhin dient dieses Zitat als Warnung für alle, die den Status quo für zukunftsfähig halten.

Was definiert einen digitalisierten Kern?

Zunächst muss eine Architektur vorhanden sein, die eine skalierbare Grundlage bietet. Des weiteren benötigt ERP ein intelligentes System, das das Unternehmen stützt und steuert. Letztlich ist auch eine offene Architektur nötig, um die Verbindung und Annahme von Mikrodiensten zu ermöglichen. Ein offener Kern erlaubt, zukünftige Innovationen in das bestehende System zu integrieren. Sie haben in diesem Zusammenhang schon von Schnittstellen, APIs, Rest, SOAP oder Ähnlichem gehört.

Verursacht durch die Abowirtschaft wurde die Distanz zwischen Ingenieur und Endverbraucher eines Produkts drastisch reduziert, denn die ERP-Branche trat in ein Service-Geschäftsmodell ein. Die Währung der Vergangenheit war ein überlegenes Produkt, wohingegen heute Software mit Service wichtiger geworden ist. Das liegt auch daran, dass End-to-End Produkte die Kunden binden. Die Entscheidung für einen ERP Anbieter erfolgt oft über das Vertrauen. Gibt es Branchenwissen, ist das Ziel eine gemeinsame Weiterentwicklung und Wachstum? Werde ich mit meinen Fragen ernst genommen und kann auf persönliche Betreuung setzen? Der Einsatz von ERP Software war noch nie ein Kauf einer Lizenz wie ein Laptop, sondern schon immer ein langfristiges Projekt über den optimalen Einsatz im Unternehmen – das bleibt auch jetzt bei Mietmodelen erhalten.

Die digitale Transformation der Industrie hat bereits begonnen und schreitet mit schnellen Schritten voran. Nur durch die Bereitstellung aller IT-Ressourcen für Innovationsthemen können Unternehmen am Markt bestehen.

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