Was bedeutet Above-the-Fold?

Innovative Software, T-Shirts im modernen Design oder ein Lieferservice für veganes Essen: Wenn Sie mit einem Start-up den Markt erobern wollen, beginnt ein harter Kampf um die Kundschaft. Zur erfolgreichen Vermarktungsstrategie gehört auch eine attraktive Präsentation im Internet. Bereits im vergangenen Jahr hatten laut Statistischem Bundesamt 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland eine eigene Website. Dort zählt der erste Eindruck. Der aus den Printmedien stammende Begriff „above-the-fold“ beschreibt den Aufmacher, der über der typischen Faltung einer Zeitung auf den ersten Blick die Aufmerksamkeit der Leser weckt. Auf einer Website definiert diese Bezeichnung jenen Bereich, der ohne Scrollen sofort sichtbar ist. Wenn sich die Seite öffnet, muss direkt erkennbar sein, worum es geht. Im Konkurrenzkampf um potenzielle Konsumenten kann das für die Verweildauer auf dem Portal entscheidend sein.

Durch die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte sind Verbraucher mittlerweile zwar das Scrollen auf einer Homepage gewohnt.

Webseiten lassen sich auf Grundlage ihres  Designs in die Kategorien Above-the-fold und Below-the-fold einteilen. Above-the-fold bezeichnet dabei den Teil der Seite, der direkt nach dem Aufruf sichtbar ist. Below the fold ist der Teil, den der Nutzer durch (Herunter-)Scrollen erreicht.

Die beiden Bereiche spielen für die Gestaltung der Seite und die Kommunikation eine wichtige Rolle. Viele Designer und Marketer gehen bzw. gingen davon aus, dass Content Above the fold eine wesentlich größere Sichtbarkeit hat, da Nutzer nicht oder nur bedingt zum Ende einer Seite scrollen. Sie versuchen daher, die wichtigsten Inhalte und Elemente der Seite möglichst weit oben zu platzieren.

Die Aufteilung in unterschiedliche Spalten, Pfeile und Teaser mit dem Verweis auf weitere Details oder ein Inhaltsverzeichnis am Seitenanfang steigern jedoch die Neugier. Je nach Inhalt der Website können auch sogenannte One-Pager sinnvoll sein. Diese informieren auf einer Seite über wichtige Einzelheiten, erfordern vom Nutzer allerdings die Bereitschaft zum Scrollen. Die Navigation muss auf einer Website in jedem Fall einfach und übersichtlich gestaltet sein. Das erleichtert Interessenten unabhängig von der Bildschirmgröße und -auflösung des genutzten Geräts den Überblick. Welche Inhalte „Above-the-Fold“ stehen sollten, zeigt letztlich aber nur ein Praxistest. Eine Analyse der Nutzeraktivitäten kann helfen, eine bereits bestehende Website zu optimieren.

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