Was bedeutet der Begriff SaaS?

Software as a Service, kurz auch SaaS genannt, bezeichnet einen Teil des Cloud-Computings, bei dem ein Kunde bereitgestellte Softwareanwendungen als Dienstleistung in Anspruch nehmen kann.

Bei SaaS wird Software als Service über das Internet zentral bereitgestellt. Nutzer legen dabei individuelle Accounts an. Eventuell anfallende Kosten werden monatlich oder jährlich abgerechnet. Die SaaS-Anwendungen laufen nicht über den eigenen Rechner, sondern werden online zur Verfügung gestellt und abgerufen. Bereitstellung, Wartung und Aktualisierung der Programme  führt der Anbieter durch. Die Anwender müssen lediglich die Software über einen Webbrowser ansteuern, was in der Regel mit jedem internetfähigen Gerät funktioniert.

Finanziert wird dieses Modell durch Zahlungen des Nutzers an den Provider, welche monatlich oder nach Bedarf erfolgen können. Gerade für Startups ist Software as a Service sehr interessant, da keine teuren Lizenzen erworben werden müssen. Zudem muss hierbei kein Fokus auf den IT-Bereich gelegt werden, dieser bleibt beim Kerngeschäft, da Konfiguration, Wartung und Aktualisierung vom Provider erledigt werden. Somit kann sich das Startup auf sein Geschäft konzentrieren und wird dabei noch durch die Software unterstützt.

Dabei entsteht jedoch eine Abhängigkeit vom Provider, somit muss das Start-up ein entsprechendes Vertrauen auf diversen Ebenen in das Unternehmen haben. Stellt der Provider das Geschäft ein, steht das Startup ohne Software da, welche in der heutigen Zeit unverzichtbar ist.

Ebenso darf nicht vergessen werden, dass sämtliche Daten des Startups in die Hände eines anderen Unternehmens gelegt werden, was bedeutet, keine direkte Kontrolle darüber zu haben, was mit den eigenen Daten passiert. Dennoch ist das SaaS-Modell ein aktuell aufstrebendes Geschäftsmodell, das von vielen Firmen, gerade von Startups, nachgefragt wird und das aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten häufig in Anspruch genommen wird.

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