Was ist eine Industrieminute?

Die Industrieminute ist ein gängiger Begriff, der in der Zeitwirtschaft häufig bei der Arbeitszeit verwendet wird.

Daher müssen sich vor allem die Personalabteilungen von Unternehmen mit der Industrieminute bzw. der Industriezeit befassen. In der Industriezeit sind die Stunden an einem Tag genau wie in der normalen Zeit definiert und umfassen 24 Stunden. Die Stunde wird allerdings nicht in 60 Minuten, sondern in 100 Minuten definiert, was das Aufaddieren in Arbeitszeiten deutlich vereinfacht. Dadurch können Personaler bzw. die Unternehmen besser und leichter rechnen und müssen sich nicht auf Teilung durch 60 konzentrieren.

Industrieminuten haben einen großen Vorteil beim Rechnen mit Taschenrechnern oder auch in Tabellenkalkulationen. Bei der normalen Zeit gestaltet sich das deutlich schwieriger, da hier nicht mit 100, sondern mit 60 gerechnet werden muss. Die Industrieminute ist also eine Unterteilung der Stunde in 100 Minuten und sorgt so für eine deutliche Vereinfachung der Rechenschritte. Auch in Arbeitszeittabellen wird diese Unterteilung in Unternehmen durchgeführt. Es lassen sich so auch viel leichter Boni wie die Nachtarbeit und entsprechende Vergütungen ausrechnen. Auch Wochenendzuschläge können sehr viel einfacher in ein solches System integriert werden.

Wie rechnet man Industrieminuten in normale Minuten?

Die  Umrechnung von normaler Uhrzeit zur Dezimalzeit funktioniert so:

  • 1 Normale Stunde = 60 Normale Minuten = 1 Industriestunde = 100 Industrieminuten
  • eine halbe Normale Stunde = 30 Normale Minuten = 0,5 Industriestunde = 50 Industrieminuten
  • 1 Normale Minute = 60 Normale Sekunden = 1 Industrieminute = 100 Industriesekunden

Die Formel lautet dementsprechend so:

Industriezeit = Echtstunden + Echtminuten / 60

z.B. 3 Stunden und 30 Minuten
3 plus (30/60) = 3 plus 0,5 = 3,5 Industriestunden

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