Was ist Hosting?

Beim Hosting werden bestimmte Angebote und Dienste des entsprechenden Anbieters im Internet bereitgestellt. Der sogenannte Hostingprovider erspart seinen Kunden dadurch das Betreiben eigener Server. Er ist quasi der Verwalter oder Gastgeber, der eine spezielle Softwareinfrastruktur besitzt. Der Zugang dazu kann entweder öffentlich oder auf zum Beispiel Geschäftspartner, Mitarbeiter oder Endkunden beschränkt sein. Eine sinnvolle Trennung zwischen der für die Kunden sichtbaren Seite der Anwendung und der Schnittstelle für den technischen Betrieb ist ein Qualitätsmerkmal guter Hostingdienste.

Webhosting gehört zu den Grundtechnologien des Internets – ohne Webhosting gibt es keine Websites. Unternehmer haben früher meist eigene Server für ihr Hosting genutzt. Doch mittlerweile stehen Business-Anwender immer häufiger vor der Entscheidung, ob nicht auch alternative Modelle in Frage kommen. Schließlich soll die beste Kosten-Nutzen-Bilanz erreicht werden. Und auch private Website-Betreiber kommen nicht um ein grundlegendes Verständnis von Webhosting herum, wenn sie sich für einen passenden Anbieter und das richtige Produkt entscheiden wollen.

Webhosting sorgt dafür, dass Nutzer einen Domain-Namen in ihrem Browser eingeben können und die passenden Website-Inhalte angezeigt bekommen. Dafür muss eine Domain erst registriert und anschließend Inhalte auf dem Server eines Webhosting-Anbieters hinterlegt werden. Über das DNS (Domain-Name-System) werden Domain-Name und Server miteinander verbunden. Dazu wird auf Nameservern die Information hinterlegt, unter welcher IP-Adresse eine bestimmte Domain zu finden ist. Typische Anwendungsfälle des Internet-Hostings sind die E-Commerce-Website, die Filehosting-Cloud oder auch das Domain-Hosting an sich. Im ERP-Bereich geht es überwiegend um das Applikationshosting, ebenso, wenn es um CRM-Systeme oder CMS geht.

Ob Sie Ihr ERP-System auf einem eigenen Server betreiben möchten oder Cloud-Computing bzw. ERP-Hosting nutzen wollen, hängt maßgeblich von der Ausstattung Ihres Unternehmens und den Qualifikationen Ihrer Mitarbeiter ab. Haben Sie etwa eine perfekt aufgestellte IT-Abteilung an der Hand, so kann diese die ERP-Software möglicherweise preisgünstiger betreuen als ein externer Dienstleister. Für kleine Unternehmen dagegen lohnt sich das Selbsthosten der ERP-Software selten. Seit dem Jahr 2010 hat sich die Verbreitung extern gehosteter ERP-Systeme stark erhöht. Die Gründe dafür liegen in den besseren Datenleitungen und der höheren Anzahl guter und bekannter Open Source ERP Software.

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